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Marathon Hamburg und Düsseldorf: Vier Athleten unter drei Stunden

  • Autorenbild: Heidel
    Heidel
  • 5. Mai 2018
  • 2 Min. Lesezeit

14.000 Läufer waren beim Hamburg-Marathon am Start, 4000 in Düsseldorf - hier fanden die deutschen Marathonmeisterschaften statt. Jenseits der afrikanischen Siegläufer beziehungsweise der deutschen Talente, die vor allem in Düsseldorf zu siebt die EM-Teamnorm (2:17 Stunden) geknackt haben, waren vier Läufer aus dem Bereich der Elbe-Ohre-Cup-Laufserie bei ihren Rennen unter drei Stunden unterwegs. Hier erfahrt ihr, wie es ihnen ergangen ist.

(Frank Schauer: 2:19:45h beim Hamburg Marathon)

Sein Ziel war glasklar formuliert: Qualifikation für die EM in Berlin. Das hat nicht funktioniert. "Es war ein harter Tag", sagte er nach dem Rennen. Dabei war der Magdeburger Student in Diensten des Tangermünder Elbdeichmarathonvereins beim gleichnamigen Rennen (10 km) vor einer Woche sehr optimistisch: "Ich bin gut vorbereitet", sagte er im Ziel zum Alpha-Report. Damit hat der deutsche Marathonmeister von 2013 eine Zeit von 2:16:30 Stunden vom Frankfurt-Marathon 2017 auf seiner EM-Bewerbung zu stehen. Vermutlich wird dies nicht ausreichen.

(Sebastian Anselm: 2:37:49h in Hamburg)

Der Burger Ihleläufer ist trainingstechnisch sehr gut über den Winter gekommen. Das zeigte er unter anderem beim 10-Kilometer-Sieg beim Bismarckturmlauf im März in Burg. Damals sagte er zum Alpha-Report: "Hier hole ich mir die Tempohärte für Hamburg." Die Taktik ist perfekt aufgegangen. Anselm war noch eine Minute schneller als bei seinem grandiosen zweiten Platz beim Magdeburg-Marathon im Oktober 2017. Über sein Rennen in Hamburg sagt er: "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Zeit." Und: "Ja, die Strecke lief sich schnell, zumindest die erste Hälfte."

(Stefan Otto: 2:51:05h in Hamburg)

"Die Strecke war top, wobei es auch ein paar fiese Wellen gab, die gut geschlaucht haben", sagt Stefan Otto. "Und die Sonne war auch gut zu merken." Otti, wie ihn seine Freunde nennen, hat die grandiose Stimmung an der Strecke genossen: "Die Zuschauer haben die Läufer perfekt motiviert. Hamburg ist wirklich eine Empfehlung." Vorgenommen hatte er sich nichts, weil er nicht viel Vorbereitung hatte. "Mein Ziel war, eine einigermaßen vernünftige Zeit zu laufen und den Lauf genießen. Da es vom Start weg aber gut für mich lief, hab ich mir gedacht, die Pace so lange wie möglich zu halten. Was bis Kilometer 30 ganz gut gelang, dann schwanden aber so langsam die Kräfte." Otto musste die Zähne zusammenbeißen. "Dass am Ende eine solche Zeit herauskommt, hätte ich nicht für möglich gehalten. Bisher startete Stefan Otto für den SV Angern, seit dieser Saison gehört er zum Team Gaensefurther Sportbewegung. Übrigens: Schon zwei Tage später war der Pharmakant bei Salutas (Barleben) in Angern wieder in Topform: Dritter Platz in der Gesamtwertung über 10,5 Kilometer in einer Zeit unter 40 Minuten.

(Enrico Ebert: 2:55:56 h in Düsseldorf)

"Die Stimmung in Düsseldorf war toll", sagt Enrico Ebert. Er geht für den altmärkischen SC Demker an den Start. Seine Analyse: "Die Strecke ist angenehm flach, hatte aber kleine Anstiege, die es am Ende schwer machten, eine bessere Zeit zu laufen." Ebert hatte sich drei Zielmöglichkeiten parat gelegt: Unter 2:50h, Bestzeit 2:51:12h oder wenigstens unter 3 Stunden. Auf der ersten Hälfte ging die Taktik mit dem Marathonrechner von Peter Greif auf - 1:24:10h. Aber: "Im zweiten Abschnitt bin ich eingebrochen" Unzufrieden ist er nicht aus Düsseldorf zurückgekehrt: "Immerhin war es mein achter Marathon unter drei Stunden." Als seinen größten Erfolg bezeichnet Enrico Ebert einen dritten Platz beim Tangermünder Elbdeichmarathon 2010. Er ist Mitglied des Greif Clubs, fliegt jedes Jahr ins Trainingslager nach Conil in Andalusien.

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